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Chronologie

 

 

852

Das Jahr 852 gilt gemeinhin als Gründungsjahr für das Essener Damenstift. Es ist aber anzunehmen, dass Altfrid, vierter Bischof von Hildesheim, in diesem Jahr auf seinem Besitz "Astnide" den Grundstein für die Stiftskirche legte. Das Stift selbst bestand vermutlich zu diesem Zeitpunkt schon, wurde aber durch die altfridischen Schenkungen deutlich aufgewertet.

870

Fertigstellung und Weihe der ersten Stiftskirche

874

Altfrid stirbt am 15. August und wird in der von ihm gegründeten Stiftskirche beigesetzt.

946

Die Stiftskirche wird durch einen Brand zerstört und anschließen wieder auf den alten Fundamenten aufgebaut.

971

Beginn der Amtszeit von Äbtissin Mathilde, Enkelin Kaiser Ottos des Großen. Damit beginnt die kulturelle Blütezeit des Stiftes. Mathilde gibt zahlreiche Kunstwerke für das Stift in Auftrag, die noch heute erhalten sind und den Essener Domschatz zu einem der bedeutendsten in Europa machen. Neben drei kostbaren Vortragekreuzen und dem Siebenarmigen Leuchter, der ältesten Nachbildung der Menora, ist vor allem die Goldene Madonna zu nennen, die älteste vollplastische Mariendarstellung der Welt.
Mathilde stirbt im Jahr 1011.

1012

Sophia, Tochter Kaiser Ottos II. und der Kaiserin Theophanu wird Äbtissin von Essen und damit Leiterin des Damenstiftes bis zu ihrem Tod im Jahre 1039.

1039

Theophanu, Enkelin Ottos II. und ihrer gleichnamigen Großmutter wird Äbtissin von Essen, die letzte aus dem ottonischen Kaiserhaus. Sie läßt die Stiftskirche im Osten durch eine Außenkrypta erweitern und findet darin nach ihrem Tod im Jahre 1058 ihre letzte Ruhestätte. Auch aus ihrer Amtszeit sind noch bedeutende Kunstwerke im Essener Domschatz zu bewundern.

1216

In einem Brief von Kaiser Friedrich II. wird die Essener Äbtissin erstmals als ”Reichsfürstin” bezeichnet.

1244

In einer schriftlichen Vereinbarung über den Bau einer Befestigungsanlage für die Stadt tritt erstmals die "Bürgergemeinde Essen" quellenmäßig in Erscheinung.

1275

Erneut wird die Essener Stiftskirche durch einen Brand weitgehend zerstört. Noch unter der Äbtissin Berta von Arnsberg beginnt der Wiederaufbau im gotischen Stil, der unter Beatrix von Holte vollendet wird.

1290

König Rudolf bestätigt der Fürstäbtissin die Landeshoheit über die Stadt Essen. 

1372

Kaiser Karl IV. bestätigt der Äbtissin Elisabeth von Nassau ihre Hoheitsrechte über die Stadt.

1377

Rat und Bürger der Stadt lassen sich ebenfalls von Karl IV. ihre Unabhängigkeit vom Stift bestätigen. Der verfassungsrechtliche Widerspruch, der aus den kaiserlichen Urkunden hervorgeht, führt zu Auseinandersetzungen zwischen Stift und Stadt, die -wenn auch mit zwischenzeitlichen Kompromissen- bis zur Auflösung des Stiftes andauern.

1563

In seinem Selbstverständnis als Landesherr führt der Rat der Stadt die Reformation in Essen ein.

1624

Das Rekatholisierungsgesetz wird erlassen, nichtkatholische Bücher werden verboten, die Einhaltung des Kirchgangs beim Volk beobachtet. 
In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges zieht unter dem Schutz holländischer Besatzer ein evangelischer Rat in das Essener Rathaus ein. Äbtissin Maria Clara von Spaur, Pflaum und Vallier sieht sich in ihrer Macht bedroht und flieht am 4. November 1629 nach Köln 

1652

Gründung der BMV-Schule durch die Äbtissin Anna Salome von Salm-Reifferscheidt. Die BMV ist noch heute das größte Mädchengymnasium in Nordrhein-Westfalen.

1726

Am 15. Oktober wird Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach zur Äbtissin gewählt. Sie regiert fast 50 Jahre lang, die längste Amtszeit aller Essener Äbtissinnen. Bis heute populär ist Franziska Christine durch ihre Gründung des Waisenhauses in Essen-Steele.

1802

 Die Preußen vereinnahmen die Fürstentümer Essen und Werden.

1803

Mit dem Beschluß zur Aufhebung aller geistlichen Fürstentümer wird auch das Stift säkularisiert. 

1826

Maria Kunigunde von Sachsen, letzte Äbtissin von Essen bis zur Auflösung des Stiftes, stirbt am 8. April in Dresden.

   
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Externe Links

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