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Augenblick mal
Edith Stein: Seligsprechung am 1. Mai vor 25 Jahren

VON: ANNETTE FLORIN



Monika Pankoke-Schenk, langjährige Vorsitzende der Edith Stein-Gesellschaft, kennt wie kaum eine andere das Leben und Werk der heiligen Edith Stein, die von Papst Johannes Paul II. am 1. Mai vor 25 Jahren in Köln selig- und ein Jahr später heilig gesprochen wurde. Die 1891 in Breslau geborene Jüdin war 1933 katholisch geworden und trat in den strengen Karmelitinnenorden in Köln ein. Von ihr, die im August 1942 im Konzentrationslager Auschwitz starb, stammt der Satz: „Wer die Wahrheit sucht, sucht Gott, ob es ihm bewusst ist oder nicht“ ….

INFOS: Edith Stein, geboren als jüngstes von elf Kindern in einer jüdisch-orthodoxe Familie, studierte an den Universitäten Breslau, Göttingen und Freiburg im Breisgau vor allem Philosophie, Psychologie und Geschichte. Nach ihrer Doktorarbeit (1916) bis 1918 wissenschaftliche Assistentin ihres Doktorvaters, des Philosophen Edmund Husserl in Freiburg. Obwohl mit Auszeichnung promoviert, wurde sie als jüdische Frau nicht zur Habilitation zugelassen. An der Universität Göttingen legte sie 1919 erfolglos die Habilitationsschrift Psychische Kausalität vor; in Breslau und Freiburg im Breisgau bewarb sie sich vergebens.

Wendepunkt im Leben Edith Steins war die Lektüre der Autobiographie der Karmelitin Teresa von Ávila. Am 1. Januar 1922 wurde Edith Stein in Bad Bergzabern durch die Taufe in die römisch-katholische Kirche aufgenommen. Am 14. Oktober 1933 trat Edith Stein mit 42 Jahren in den Kölner Karmel ein und nahm den Ordensnamen „Schwester Teresia Benedicta a Cruce“ (d. h. „die vom Kreuz Gesegnete“) an. 1936, ließ sich auch Ediths ältere Schwester Rosa taufen. Beide siedelten in den Karmel von Echt über.

Als während der deutschen Besetzung der Niederlande die niederländischen Bischöfe am 26. Juli 1942 in einem Hirtenbrief gegen das Vorgehen der Deutschen gegen die Juden protestierten, wurden als Reaktion 244 zum Katholizismus konvertierte ehemalige Juden, darunter auch Edith und Rosa Stein, am 2. August 1942 von der Gestapo verhaftet und in das KZ Westerbork gebracht. Von dort wurden die beiden Schwestern am 7. August in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und am 9. August 1942 in der Gaskammer ermordet. Edith Stein ist die erste katholische Märtyrerin jüdischer Abstammung, die kanonisiert wurde. Am 1. Mai 1987 wurde sie von Papst Johannes Paul II. in Köln selig- und am 11. Oktober 1998 in Rom heilig gesprochen, und 1999 zusammen mit der hl. Birgitta und der hl. Katharina von Siena – zur Patronin Europas erklärt.

Infos zu Edith Stein: www.edith-stein.de und www.edith-stein-gesellschaft.de. Zum Karmel „Maria vom Frieden“: www.karmelitinnen-koeln.de.


Hier der ganze Beitrag zum Hören:
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